Netzwerk-Asyl Baden-Baden

Flüchtlingsunterkünfte


Waldseeplatz

Seit Februar 2016 gibt es die für Baden-Baden größte Unterkunft für geflüchtete Menschen am Waldseeplatz. Zunächst war sie als Gemeinschaftsunterkunft genutzt, aber mittlerweile ist sie teilweise auch Anschlussunterbringung für ca. 200 Personen unterschiedlicher Nationen.


Was zunächst über die Begrüßungsgruppe und das Café Kontakt sowie Sprachunterricht in Gruppen als niederschwellige Hilfestellung versucht wurde, wird nun meist durch individuellen Einzelsprachunterricht, Hilfestellung bei der Jobsuche und den Behördengängen sowie der Wohnraumsuche erweitert, um somit die Integration auch nachhaltig zu unterstützen.

Durch gemeinsame Feste wurde versucht, das Verständnis für das Leben der Anderen zu wecken und auch die unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen.

Da auch Kleinkinder am Waldseeplatz wohnen, wurde eine Spielgruppe ins Leben gerufen. Dies soll den Kindern mit ihren Müttern den Einstieg in die Kita leichter zu machen.

Ansprechpartnerin:

Heidi Oßwald-Kraus (Koordinatorin der Ehrenamtlichen)

E-Mail: heidi.osswald-kraus@posteo.de



3 weitere Bilder


Westliche Industriestraße

Im Gewerbegebiet Oos, jenseits der Bahnlinie, befindet sich die Asylunterkunft Westliche
Industriestraße. Die Unterkunft besteht aus zwei Häusern und bietet ungefähr 70
geflüchteten Menschen in Anschlussunterbringung Platz. Hier leben vorrangig afrikanische
Flüchtlinge aus Gambia, Nigeria und Kamerun - Männer, Frauen und Kinder.
Von Seiten des Ehrenamtes ist in der Westlichen Industriestraße individuelles
Engagement gefragt. Die Bewohner benötigen meist allgemeine Alltagshilfen. Dies betrifft
vor allem Unterstützung bei der Suche nach geeignetem Wohnraum oder Arbeit, aber
auch bei Behördengängen oder Arztbesuchen. Und natürlich freuen sie sich über ganz
normale Gespräche - auch zum Üben der deutschen Sprache.
Sobald es die Pandemie wieder erlaubt, werden wir auch wieder Zusammenkünfte
organisieren. In der Vergangenheit fanden eine große Streichaktion der Flure, eine
Kunstaktion mit der Staatlichen Kunsthalle und ein kulinarisches, internationales
Weihnachtsfest großen Anklang - bei Bewohnern und Ehrenamtlichen gleichermaßen.
Eine Stütze bei all diesen Aktivitäten sind uns immer die engagierte Sozialarbeiterin und
der umsichtige Hausmeister.


Ansprechpartnerin:

Silke Heimann

E-Mail: silke_heimann@gmx.de






Im Rollfeld 


Nachdem die Unterkunft im ehemaligen Vincentiushaus in der Stephanienstraße, später die Unterkunft in der Frankenstraße, sowie das ehemaligen Abarin-Hotel  nicht mehr zur Verfügung standen, wurden die Menschen in unterschiedlichen Unterkünften untergebracht. Ein Großteil der Menschen bekamen ein neues Zuhause in den neu erstellten Containerhäusern im Rollfeld.

Eines der Gebäude ist zweistöckig. Im Erdgeschoss wohnen die Frauen, zum Teil mit Kindern, im OG wohnen die Männer. Auf beiden Etagen gibt es je 2 Küchen und sanitäre Räume. Außerdem gibt es noch je einen Unterrichtsraum und die Räume für die Sozialarbeiterin und den Hausmeister. Bedingt durch die Corona-Beschränkungen ist der Sprachunterricht vor Ort aber seither eingestellt worden.


Dennoch wurde weiter in sehr unterschiedlichen Bereichen (wie Jobsuche, Ausfüllen von behördenspezifischen Formularen, bei Kontakten zu Behörden und anderen Stellen, u.v.a.m.)  Hilfestellung gegeben, da z.B. der direkte Kontakt zu den Ämtern, der von vielen Bewohnern in Vor-Coronazeiten selbst bewerkstelligt werden konnte, bis jetzt kaum möglich ist. Für Einzelne, speziell Azubis, gab es auch weiterhin Nachhilfe in bestimmten Fächern.

Geplant ist für den Herbst wieder ein Deutsch Anfängerkurs. Wichtig wäre auch eine Betreuung der Kinder.


Ansprechpartner*in:

Martha Fuß-Demarez                        Ernst Laauser 

Email: martha_de@web.de               Email: elaauser@mac.com 



Außenbereich - Friseurinnen 

Afrikanische Impressionen 

Fahrrad - Mirza 







Schussbachstraße 

2015 wurde in der Schussbachstraße – gegen die Kritik einiger Anwohner*innen – ein Flüchtlingscamp in Containerbauweise errichtet. Zunächst als Gemeinschaftsunterkunft lebten hier 60 syrische Männer. Zur Unterstützung dieser Geflüchteten hat sich ein Freundeskreis gebildet. Im sog. Café-Kontakt wurden mit diesen rund 20 Unterstützer*innen erste Beziehungen geknüpft und Orientierung für eine Integration vor allem in persönlichen Fragen gegeben. Nach einiger Zeit wurde die Unterkunft zu einer Anschlussunterbringung. Dies hatte zur Folge, dass aus Doppel- Einzelzimmer wurden und die Belegung sich halbiert hat. Da es sich quasi ausschließlich um junge syrische Männer handelte, gab es wenig Konflikte und schnelle Fortschritte in der Integration. Viele der bisherigen Bewohner sind inzwischen in der Stadt in anderen Unterkünften und eigenen Wohnungen.

Derzeit leben nach wie vor überwiegend syrische Männer dort. Fast alle gehen einer Arbeit nach oder sind in vorbereitenden Maßnahmen. Unterstützung ist kaum noch nötig, für Einzelfälle, vorwiegend bei der Wohnungssuche, gibt es noch einen deutschen Ansprechpartner, der aber im Grunde nicht mehr benötigt wird. Perspektivisch soll die Unterkunft aufgegeben werden.

Ansprechpartner:

Klaus Pistorius 

Email:  k.pistorius@hotmail.de

Bewohner beteiligen sich an der Aktion „BT Leser bereiten Weihnachtsfreude“ 

Unterkunft für geflüchtete Menschen in Haueneberstein


In Haueneberstein besteht seit September 2016 eine Unterkunft für geflüchtete Menschen.

Sie besteht aus 2 Häusern mit jeweils dem Erdgeschoss und einem Obergeschoss. Insgesamt können dort bis zu 90 Personen eine Unterkunft finden.

Neben den hauptamtlichen Kräften bestehend aus einer Sozialarbeiterin und einem Hausmeister, hat sich ein ehrenamtlicher Kreis „Miteinander“ gebildet.

Wer sich auf die Begegnung mit Geflüchteten einlasst, ihnen helfen möchte, sich bei uns zurechtzufinden, macht immer wieder die gleiche Erfahrung: es sind Menschen wie Du und ich! Mit Stärken und Schwächen, mit Träumen und der Hoffnung auf eine gute, friedliche Zukunft.  Wer bei „Miteinander“ mitmachen möchte, ist herzlich willkommen.


Ansprechpartnerin

Jacqueline Olesen
Email: miteinander.haueneberstein@gmx.de


Zum BT Bericht der Spielplatzübergabe in Haueneberstein:

Spielplatz_bergabe_2259_.pdf

„Vorbildliches jugendliches Engagement“ – Auszeichnung für Lea Mödritzer

Lea Mödritzer gehörte von Beginn an zum Team von „Miteinander“. Nun wurde ihr vorbildliches Engagement von der Diakonie ausgezeichnet. Wir gratulieren Lea zum Sonderpreis! 

Lea Mödritzer aus Haueneberstein wurde mit dem Sonderpreis beim „MachMit Award 2021“ der Diakonie Baden-Württemberg ausgezeichnet. 

Gewürdigt wurde das vielseitige Engagement der 13-Jährigen beim „Jugenddiakoniepreis“. Verliehen wurde ihr der „Sonderpreis für vorbildliches jugendliches Einzel-Engagement“. Der Preis ist dotiert mit 200€.

In der Begründung für den Preis heißt es u.a.: „Das Miteinander im Gemeinwesen gestalten, Fremde und Einheimische zueinander führen, Spielräume gestalten. Geflüchteten Menschen in die Dorfgemeinschaft mit hineinnehmen. Ohne Allüren anpacken, Vertrauen geben, gemeinsam spielen, lachen, leben. Zuverlässig, jede Woche, immer wieder Rahmen geben, so entsteht Gemeinschaft, Gesellschaft, Gemeinwesen mit Sinn und Zukunft, ob Im Café Kontakt, bei den Spielgruppennachmittagen und bei vielen weiteren Aktionen; als verlässliche Mitarbeiterin motivierend für viele, immer wieder am Start.“

Konkret bestand das Engagement der 13-Jährigen in der regelmäßigen Mithilfe beim  „Café Kontakt“ in der Unterkunft für geflüchtete Menschen in Haueneberstein, in  Spiel- und Bastelangeboten für die dort lebenden Kinder sowie einer samstags jeweils 14-tägig stattfindenden Spielgruppe für Kinder. So setzte sich die Preisträgerin ganz selbstverständlich für Integration und für ein respektvolles Miteinander ein. Das „Café Kontakt“ wurde im Jahr 2016 vom Ehepaar Holger und Jacqueline Olesen aus Haueneberstein gegründet, als viele geflüchtete Menschen auch den Weg nach Baden-Baden fanden.

Darüber hinaus ist Lea Mödritzer Klimabotschafterin für „Plant for the Planet“ und engagiert sich für Klimagerechtigkeit und setzte sie dabei bei zahlreichen Aktionen für Nachhaltigkeit, fairen Handel und Umweltschutz ein.

Die am 6. Oktober stattgefundene digitale Preisverleihung wurde live ins Gemeindehaus der Friedensgemeinde übertragen. Familie, Freundinnen und Freunde sowie Wegbegleiter in der Flüchtlingsarbeit konnten Lea Mödritzer gratulieren und mit ihr feiern. 

Vorgeschlagen für den Jugenddiakoniepreis wurde Lea Mödritzer von Jacqueline Olesen, Koordinatorin von „Miteinander in Haueneberstein“.

Getragen und finanziell unterstützt wird der Jugenddiakoniepreis von der Diakonie Württemberg, dem Evangelischen Kinder- und Jugendwerk Baden, dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg, den Zieglerschen, der Stiftung Diakonie Württemberg, dem Jugendradio big FM und der Evangelischen Bank. Der Preis wird jährlich für das soziale Engagement junger Menschen in den Altersgruppen von 13 bis 17 Jahren und 18 bis 27 Jahren vergeben. 

In diesem Jahr erhielten insgesamt sechs diakonische Projekte den Jugenddiakoniepreis. Außerdem gewann Lea Mödritzer mit ihrem Engagement in der Geflüchtetenarbeit sowie Ihrem Einsatz für Klimagerechtigkeit einen von zwei Sonderpreisen für „vorbildliches jugendliches Einzel-Engagement“.  

gez. Otto Tepper, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt und Jacqueline Olesen, Koordinatorin von Miteinander in Haueneberstein